BESTATTUNGSARTEN
Viele Menschen äußern irgendwann einmal ihre Gedanken dazu, wie sie bestattet werden möchten. Im Idealfall liegt ein Bestattungsvorsorgevertrag vor, in dem alle Wünsche genauestens festgehalten wurden.
Ist dies nicht der Fall orientiert man sich an folgenden Fragen:
- Soll der Verstorbene eingeäschert werden?
- Soll die Grabstätte für Hinterbliebene zugänglich sein oder anonym bleiben?
- Für welchen Zeitraum soll die Grabstätte erhalten bleiben?
- Ist eine Grabpflege möglich oder erwünscht?
- Liegt eine besondere Verbundenheit zum Beispiel zur See oder zur Natur vor?
- Welche Rolle spielen die Kosten?
Erdbestattung
Bei der Erdbestattung erfolgt die
Beisetzung in einem Sarg aus Holz. Bestattungen werden je nach Friedhof und
Friedhofssatzung als Wahl- oder Reihengräber angeboten. Die Ruhezeit bei
Einzel- oder Doppelgräbern beträgt mindestens 15 Jahre, in unserer Region oft
20 bis 35 Jahre. Die Grabstelle wird in der Regel dort erworben, wo die
verstorbene Person Ihren letzten festen Wohnsitz hatte.
Feuerbestattung
Die Feuerbestattung ist in vielen Kulturen bekannt. Urnengräber kennt man in
Mitteleuropa etwa seit der Bronzezeit.
Die Trauerfeier findet in diesem Fall etwa zwei Wochen nach Eintritt des Todes statt. Neben den bekannten Beisetzungsmöglichkeiten in einem Grab bzw. einem Kolumbarium (Urnenwand) gibt es neben vielen anderen auch nachfolgende Alternativen.
Seebestattungen
Diese Art
der Bestattung setzt eine Einäscherung voraus. Angehörige können bei der
Beisetzung auf See teilnehmen. Bei der Seebestattung wird die Asche des
Verstorbenen in einer wasserlöslichen Urne aus Zellulose, Sand oder Salzstein
der See übergeben.
Die Übergabe erfolgt in gesondert ausgewiesenen Gebieten in Nord- oder Ostsee, aber auf Wunsch auch auf allen Weltmeeren. Die Angehörigen erhalten eine Seekarte mit den nautischen Daten des Beisetzungsortes
Friedwald
Die
Baumbestattung ist eine relativ neue Bestattungsart. Sie bietet
naturverbundenen Menschen eine bislang nicht da gewesene Alternative. Die Asche
wird im Wurzelbereich eines Baumes beigesetzt. Das kann ein eigens dafür neu
gepflanzter Baum sein, oder auch ein bereits bestehender.
Friedwald ist ein Unternehmen, das sich auf die Baumbestattung spezialisiert hat.
Diamantbestattung
Die sogenannte Diamantbestattung
setzt ebenfalls die Einäscherung des Verstorbenen voraus. Die
Entstehungsbedingungen für Edelsteine
werden so nachgestellt, dass aus dem in der Asche enthaltenen Kohlenstoff ein
einzigartiger Diamant entsteht, der auch als Schmuck getragen werden kann.
Diese Bestattungsform bietet damit eine besondere Art der Trauerbewältigung.
Die für die Schaffung des Diamanten nicht benötigte Asche kann wie bei der
Feuerbestattung beigesetzt werden.
Alternativen
Die Anonyme Bestattung
Eine anonyme Bestattung kann eine Feuer- oder Erdbestattung sein. Die Beisetzung findet dann auf einem Gemeinschaftsgrabfeld (Urnengemeinschaftsanlage (UGA)), oder auf einem Rasengrab auf einem Friedhof statt.
Das Grabfeld, ist bekannt und wird vom Friedhofsträger gepflegt.
Im Ausland kann die Asche auch ausgestreut werden, so zum Beispiel in Luxemburg oder auch in der Schweiz auf einer Almwiese oder in einen Bergbach.
Die Urne mit nach Hause nehmen
Nach gültigem Bestattungsrecht ist es im Freistaat Sachsen nicht erlaubt, eine Urne zu Hause aufzubewahren oder dort zu bestatten. Der sogenannte Friedhofszwang verlangt eine Bestattung auf einem ausgewiesenen Friedhof.
Im benachbarten Ausland (z. B. in den Niederlanden) gibt es diese Regelung so nicht. Hier dürfen Angehörige frei entscheiden, an welchem Ort die Asche ihrer Verstorbenen aufbewahrt werden soll.

